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Digitale Innovationen für die berufliche Aus- und Weiterbildung

Dimensionen nachhaltiger digitaler Lernangebote

Lerninhalte

Lerninhalte für die Aus- und Weiterbildung zu digitalisieren setzt voraus, unterschiedlichste, branchenspezifische Bereiche (Kerngeschäftsprozesse) zu analysieren: Service-Prozesse und Wartungspläne im Bereich der Industrie 4.0, Inhalte eines zukunftsorientierten Projektmanagements oder auch Bereiche der Digitalisierung des gesellschaftlichen Lebens. Dabei stehen diese Lerninhalte immer in einem produktiven Spannungsverhältnis zu den Lernenden auf der einen Seite und den Lehrenden auf der anderen.

Die Vermittlung von Lerninhalten erfordert wiederum didaktische Entscheidungen, die sich an den Besonderheiten der Branche und den Voraussetzungen der Lernenden orientieren. Künstlerische, mathematische oder technische Lerninhalte erfordern eine andere Didaktik und andere Lernformate als Lerninhalte aus Kontexten wie dem Projektmanagement. Darüber hinaus lernen Auszubildende anders als Fortgeschrittene, praktisch Begabte anders als theoretisch Interessierte. Schließlich erfordert die Aufbereitung der Lerninhalte die Akzeptanz durch Lehrende und Lernende, um zum lebenslangen Lernen zu motivieren.

Didaktische Methoden

Didaktisch innovative Lernangebote fördern den Wissenserwerb und ermöglichen somit nachhaltiges Lernen. Die in guten digitalen Lernangeboten eingesetzten didaktischen Methoden basieren daher auf aktuellen didaktischen Prinzipien. Experimentelles oder aktiv-entdeckendes Lernen sind zentrale Ankerpunkte. Um den größtmöglichen Wissenstransfer zu ermöglichen, wird eine induktive Bottom-up-Strategie präferiert, die von spezifischen Beispielen ausgeht und daraus Schlussfolgerungen auf allgemeine Phänomene zieht. Dabei werden abwechslungsreiche Lernmethoden eingesetzt und unterschiedlichste Medienformate berücksichtigt, z.B. „Zoom-in Presentations“ als Alternative zu linearen Power Point Präsentationen oder „Interactive Videos“ mit integrierten Aufgaben für die Nutzer.

Technologien

Die Entwicklung digitaler Lernangebote für die Aus- und Weiterbildung ist für Unternehmen mehr als nur die Auswahl und Einführung eines Lernmanagement- oder E-Learning-Systems. Intranet-basierte Lösungen zur Gestaltung von Lehr- und Lernszenarien stoßen im Zeitalter der Digitalisierung schnell an ihre Grenzen und ermöglichen nur selten die Nutzung von Zukunftstechnologien wie Augmented oder Virtual Reality. Dennoch dürfen diese Technologien nicht alleine im Vordergrund stehen, denn: viel wichtiger als der Einsatz moderner Technologien ist das Know-how um die Wirkungen des Technologieeinsatzes. Es geht nicht ohne digital, aber analog ist nicht grundsätzlich schlecht – entscheidend ist insofern nicht die Technologie, sondern die technologieneutrale und didaktisch motivierte Aufbereitung der Inhalte.

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